Sutlej ausgeufert

Sutlej ausgeufert

Wochenlang hatten heftige Regenfälle in den Himalayas die Flüsse soweit anschwellen lassen, dass Staudämme überliefen und zu brechen drohten. Die Behörden mussten die Schleusen öffnen, was eine Überschwemmung am Unterlauf zur Folge hatte. Viele wurden dadurch obdachlos, ein Großteil der Ernte ist vernichtet, Saatgut ist verloren gegangen. Wo eine dichte Pflanzendecke fehlte, nahm der Strom große Mengen an Erde mit. Baumbestandene Feldraine, Büsche und bodendeckende Zwischenfrüchte konnten ihre Bedeutung im Erosionsschutz anschaulich aufzeigen.

Foto: Blick auf das Flussbett des nahegelegenen  Fluss Sutlej.

weitere 150 kWp am Netz

weitere 150 kWp am Netz

Seit 2017 werden auf den Dächern von Kirpal Sagar Zug um Zug Solarpaneele zur Stromerzeugung montiert. Begonnen wurde damals beim Altenheim, dessesn Installation nun fertiggestellt ist. Durch Wechsel des Lieferanten war es zu einer größeren Verzögerung gekommen.

Foto: von links: leitender Elektriker, Chairman, deutscher Berater

mobile Solaranlage

mobile Solaranlage

Wasserpumpen zur Feldbewässerung laufen mit Dieselmotoren oder brauchen viel Strom. Die meisten Pumpen sind mobil und kommen zum Einsatz, wo sie gebraucht werden. Solarbetriebene Modelle gibt es schon länger, haben aber den Nachteil, dass die Module fest aufgeständert sind, damit für jedes Brunnenloch ein teures Modul samt eigener lelektrischer Pumpe nötig war. Das sollte sich durch eine mobile Solaranlage ändern. Der Eigenbau hat nun den ersten Test bestanden. Die Module sind für den Transport kompakt auf einem vorhandenen, nicht mehr benötigten Anhänger verstaut und werden mit dem Traktor zum Einsatzort gebracht. Dort werden die beiden Paneelträger über ein Schienensystem ähnlich einer Schublade aufgefaltet, Anschluss an die mitgebrachte Pumpe, fertig. So ist Solar unter dem Aspekt der praktischen Handhabung konkurrenzfähig mit mobilen Dieselpumpen.

Foto: mobile Solaranlage versorgt Wasserpumpe

Wasserturm renoviert

Wasserturm renoviert

Kirpal Sagar hat seit 1986 einen eigenen Wasserturm. Die letzten Wochen wurde er renoviert und präsentiert sich nun frisch gestrichen. Unterhalb des Wasserbeckens ist der Pumpenraum sowie die Elektrowerkstatt untergebracht. Die große Pumpe, die Wasser aus gut 80 Metern Tiefe fördert, wird seit kurzem weitgehend mit Solarstrom betrieben. Nicht zuletzt bietet der Wasserturm einen guten Rundumblick auf das ganze Areal.

Foto: Wasserturm

Solarstrom für Wasserpumpen

Solarstrom für Wasserpumpen

Im Sommer geht ohne Bewässerung in Nordindien nicht viel. Traditionell werden dazu Dieselpumpen eingesetzt. Inzwischen sind auch elektrisch betriebene Pumpen dafür im Markt verfügbar. Statt teure lange Kabel zu verlegen oder auf den Feldern Freileitungen zu deren Versorgung zu installieren bieten sich Solarpaneele an. Nachdem meist mehrere, entfernt auseinander liegende Brunnen genutzt werden, erhält nach konventionellem Konzept jede Pumpe ihr Paneel. Schade nur, dass die Pumpen meist nur wenige Stunden laufen und der erzeugte Strom in den anderen Stunden nicht genutzt werden kann. Eine mobile Lösung, bei der die Paneel zu den Pumpen gebracht werden, ist naheliegend. Als Plattform diente ein vorhandener alter Anhänger.

Foto: Bau am mobilen Paneelträger für die elektrische Bewässerungspumpe

Reiche Gemüseernte

Reiche Gemüseernte

Nach Versuchen im letzten Jahr wurde dieses Jahr eine größere Fläche mit Auberginen bebaut, mit Erfolg, wie man sieht. Nebenan sind Experimentalfelder, auf denen verschiedene Arten von Mischkulturen in einem an ein Hügelbeet erinnernden Konzept angebaut werden. Die feuchtigkeitsliebenden Pflanzen sind unten in der Rinne, die trockene Standorte gewöhnte oben. Obstbäume und Büsche grenzen die Parzelle ein, spenden Schatten, halten die Feuchtigkeit. Durch gut ausgesuchte Pflanzengemeinschaften ist der Boden jederzeit bedeckt und vor Erosion durch Wind und Wasser geschützt. Der hohe manuelle Bearbeitungsaufwand wird durch eine große Erntemenge in hoher Qualität mehr als wettgemacht. Wir sind gespannt, welche Pflanzengemeinschaften sich als besonders geeignet herausstellen.

Foto: Gartenbauarbeiter erneten Auberginen