Landwirtschaft in Kirpal Sagar

Spagat zwischen Ökologie und Versorgungssicherheit

Landwirtschaft in Kirpal Sagar vor allem dem Eigenbedarf von Schulen, Krankenhaus, Altenheim, der öffentlichen Küche – kurze Wege, frisch, nachhaltig.

Landwirtschaft – die Ausgangssituation

Auch in Indien mit seinen weiten Flächen bringt die industrielle Art der Landbestellung die traditionelle Bearbeitung der Felder durch viele helfende Hände in arge Bedrängnis. Abgesehen von den immensen gesellschaftlichen Auswirkungen gerade auf die oft am Existenzminimum lebenden Landarbeiter ergeben sich tiefgreifende ökologische Folgen.

Seit den 1960er Jahren wird die Landwirtschaft immer intensiver. Der übermäßige Einsatz großer Mengen an Kunstdünger wirkt sich inzwischen so aus, dass zumindest in Nordindien die oberen Bodenschichten so stark mit Salzen angereichert sind, dass sie oft stark an Fruchtbarkeit eingebüßt haben. Traditionelle Fruchtwechsel sind weitgehend in Vergessenheit geraten, bodenverbessernde Zwischenfrüchte wie Leguminosenarten werden nur mehr selten angebaut. Maisanbau mit Pestizid-Rundumvernichtung hat vieles andere verdrängt.

Mischkultur aus Bäume, Blumenkohl, Gelbwurz
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Alles was gegen die Natur ist,

hat auf Dauer keinen Bestand

Charles Darwin

Tröpfchenbewässerung im Gemüseanbau
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Landwirtschaft in Kirpal Sagar – konkret

Kirpal Sagar blickt inzwischen auf mehr 10-jährige Erfahrung im umweltschonenden Gemüseanbau zurück. Was zuerst auf einem Feld und dann in einem Folienhaus begann, diese Erfahrungen werden inzwischen auf etwa der Hälfte der Felder angewendet. Nach den ersten Versuchen mit Komposthaufen vor 30 Jahren kann Kompost inzwischen erfolgreich in größerer Menge bereitet wird. Insgesamt versorgen die landwirtschaftlichen Flächen Kirpal Sagar mit Grundnahrungsmitteln und bieten vielen landwirtschaftlichen Helfern Arbeit.

2017 wurde in Kooperation mit der Universität Wismar sowie deutschen und indischen Firmen begonnen, auf mehreren Feldern Heilpflanzen anzubauen und exportfertig zu machen. Inzwischen liegt der Schwerpunkt darauf, Methoden der Permakultur zu integrieren. Dabei werden verschiedene Pflanzen so ausgewählt, dass sie mit den lokalen Bodenbedingungen, dem Niederschlag und Klima gut zurechtkommen und sich gegenseitig unterstützen. Der Boden ist dadurch gut abgedeckt und vor Erosion geschützt. Fruchtwechsel erhalten die Regenrationsfähigkeit des Bodens auch längerfristig.

Sparsamer Umgang mit Wasser, beispielsweise durch Tröpfchenbewässserung und den Einsatz weniger wasserliebender Pflanzen, schont Grundwasser und beugt einer weiteren Versalzung der Böden vor.

Organische Reststoffe wie Stroh oder Mist werden kompostiert und so dem natürlichen Kreislauf wieder zugeführt, mit langfristigem Aufbau einer Humusdecke auf den sandigen Böden.

Nachhaltigkeit

Boden und Wasser

regenerative Energie

Kirpal Sagar

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