Auch in Indien mit seinen weiten Flächen bringt die industrielle Art der Landbestellung die traditionelle Bearbeitung der Felder durch viele helfende Hände in arge Bedrängnis. Abgesehen von den immensen gesellschaftlichen Auswirkungen gerade auf die oft am Existenzminimum lebenden Landarbeiter ergeben sich tiefgreifende ökologische Folgen.

Seit den 1960er Jahren wird die Landwirtschaft immer intensiver. Der übermäßige Einsatz großer Mengen an Kunstdünger wirkt sich inzwischen so aus, dass zumindest in Nordindien die oberen Bodenschichten so stark mit Salzen angereichert sind, dass sie oft stark an Fruchtbarkeit eingebüßt haben. Traditionelle Fruchtwechsel sind weitgehend in Vergessenheit geraten, bodenverbessernde Zwischenfrüchte wie Leguminosenarten werden nur mehr selten angebaut. Maisanbau mit Pestizid-Rundumvernichtung hat vieles andere verdrängt.

Tröpfchenbewässerung beim Gemüseanbau: Tomaten und Paprikapflanzen im Gewächshaus
Tröpfchenbewässerung im Gemüseanbau
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Blumenkohl und Gelbwurz zwischen Pappeln
Mischkultur aus Bäume, Blumenkohl, Gelbwurz
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Kirpal Sagar blickt inzwischen auf mehr 10-jährige Erfahrung im umweltschonenden Gemüseanbau zurück. Was zuerst auf einem Feld und dann in einem Folienhaus begann, diese Erfahrungen werden inzwischen auf etwa der Hälfte der Felder angewendet. Nach den ersten Versuchen mit Komposthaufen vor 30 Jahren kann Kompost inzwischen erfolgreich in größerer Menge bereitet wird. Insgesamt versorgen die landwirtschaftlichen Flächen Kirpal Sagar mit Grundnahrungsmitteln und bieten vielen landwirtschaftlichen Helfern Arbeit.

Seit kurzem werden in einer Kooperation mit der Universität Wismar sowie deutschen und indischen Firmen auf mehreren Feldern Heilpflanzen angebaut und exportfertig gemacht. Gewürze wie die beliebte Gelbwurz eignen sich gut als Beipflanzung zwischen den Bäumen.