KS-plus Projekt: Datenverarbeitung am Kirpal Sagar Hospital (EDV)

Datenverarbeitung (EDV)  ist auch am Kirpal Sagar Hospital ein zentraler Punkt, der zuverlässig funktionieren muss.

EDV – die Herausforderung

Weil ein Krankenhaus viele verschiedene Dokumentenarten hat, die an unterschiedlichen Orten entstehen und abgelegt werden, ist die Aufgabe doch ziemlich komplex. Persönliche Patientendaten werden dabei mit Untersuchungsergebnissen, Diagnosen und Behandlungen zusammengeführt, mitgebrachte Befunde und Röntgenbilder idealerweise ebenso verfügbar gemacht. Früher wurde alles in Ordner gepackt und im Archiv eingelagert. Die Herausforderung dabei ist es nun, alles zusammenzuführen, was zu einem Patienten gehört, egal wo es im Krankenhaus entstand oder zu welcher Zeit.

Für spezialisierte kommerzielle Lösungen ist man rasch im Bereich von mehreren 100.000 Euro alleine für die Anschaffung. Dazu kommen hohe laufende Ausgaben für die Lizenzen sowie vor allem für die Schulung der eigenen Mitarbeiter und den Aufbau einer entsprechend leistungsfähigen EDV-Abteilung.

Lösungsansätze am Kirpal Sagar Hospital

Für kleinere Einrichtungen mit schmalem Budget sind Open Source Programme eine Alternative, vorausgesetzt, sie können an den Bedarf angepasst werden. Bei der Suche nach geeigneten open source Programmen für ein Krankenhausinformationssystem sind wir auf ein paar vielversprechende Ansätze gestoßen. Klar war, zunächst Bestehendes EDV-technisch nachzubauen und so schrittweise am Kirpal Sagar Hospital die papierbasierte Erfassung und Archivierung abzulösen. Klar auch, dass das nur in enger Abstimmung mit den Mitarbeitern vor Ort geht.

Konkrete Umsetzung, langfristiges EDV-Konzept

Im nächsten Schritt entstand so 2018 ein erster Prototyp der Bedienungsoberfläche des Programms, mit dem man dann auf weitere Suche gehen wollte.

Im Februar 2019 fanden vor Ort im Krankenhaus ein erster Abgleich und weitere Detailarbeit an den Entwürfen statt. Die Herausforderung ist, die Gesamtstruktur so übersichtlich und klar zu halten, dass vor Ort für Betrieb und Behebung der häufigen Probleme normal qualifizierte EDV-ler ausreichen.

Unser Team von KS-Plus ist zur Zeit noch klein, weist vom Umfang aber schon wesenliche Bestandteile auf. Unser Programmierspezialist ist in Deutschland beruflich in der Programm- und Organisationsentwicklung tätig. Von indischer Seite ist die EDV der Kirpal Sagar Academy mit im Boot, ebenso die Krankenhausverwaltungsleitung. Zuletzt fließen medizinisch-ärztlich und pflegerische Aspekte sowie Basics aus dem Qualitätsmanagement über unseren deutschen Projektbeauftragten für das Krankenhaus ein.

Regelmäßig wird vor Ort in Indien der aktuelle Programmierstand mit den Anforderungen und vorhandenen Arbeitsabläufen abgeglichen.

Inzwischen ist das open-source-Projekt soweit fortgeschritten, dass es bereits eine Seite auf der Informationsplattform github hat, wo die Anforderungen, die einzelnen Schritte sowie das noch Ausstehende beschrieben werden. Hilfe jederzeit gerne willkommen.

In einem weiteren Schritt planen wir, das vorhandene System durch eine spezialisierte externe Firma begutachten zu lassen, auch um Betriebsblindheit aus dem Weg zu gehen – gerade zu Beginn eines Projekts ein entscheidender Schritt.

Wie kann man selbst mithelfen?

Programmieraffine Helfer sind herzlich eingeladen, sich zu betätigen. Nutzen Sie einfach unseren Link zu github. So kommen Sie direkt zu unserem Programmierprofi.

Wer sich bei der Organisationsentwicklung einbringen will, nutzt am besten unser Kontaktformular. Wer wissen will, wie es weitergeht, den halten wir gerne auf dem laufenden Stand über den selben Weg. 

Wer finanziell beitragen will, dem stehen neben dem Link zur Spendenplatform betterplace auch unsere Kontodaten im Fußzeilenmenü zur Verfügung.

 

KS-plus setzt bei Onlinespenden auf betterplace.org, eine gemeinnützige Organisation aus Berlin. So können wir den Schutz ihrer persönlichen Daten sicherstellen. Sie werden dazu auf betterplace umgeleitet, welche sichere Bankverbindungen anbieten (PayPal, Überweisung mit Giropay oder Sofortüberweisung, Kreditkarte und noch so manches mehr). Warum das ganze? So bleiben die Kosten fürs Onlinespenden niedrig und wir können mehr von Ihrer Spende vor Ort einsetzen.